Liebe Mitglieder,
die Arbeitsmarktintegration von Migranten ist eine Schlüsselfrage für die Zukunft des deutschen Arbeitsmarkts. Das Focus Paper der Bertelsmann Stiftung „Arbeitsmarktintegration: Bedeutung, Hürden und Potenziale ausländischer Beschäftigung“ zeigt: Bereits rund 17 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, ohne Zuwanderung würde das Arbeitskräfteangebot bis 2060 deutlich zurückgehen.
Gleichzeitig werden Potenziale noch unzureichend genutzt. Die Beschäftigungsquoten von Ausländern liegen unter denen von Deutschen, besonders bei Drittstaatenangehörigen, Geflüchteten und Ukrainern; viele arbeiten unter ihrem Qualifikationsniveau in niedrig entlohnten Branchen und erzielen deutlich geringere Einkommen. Frauen aus Asylherkunftsländern sind besonders stark benachteiligt – durch Bildungsnachteile, Care-Arbeit und Diskriminierung.
Als zentrale Hürden nennt das Paper fehlende Sprachkenntnisse, aufwendige Anerkennung von Abschlüssen, rechtliche Barrieren sowie mangelnde Netzwerke. Besonders deutlich wird die Kritik an gekürzten Mitteln für Integrations- und berufsbezogene Sprachkurse:
„Sie erschweren oder verhindern die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Menschen aus dem Ausland. Es wird daher dringend empfohlen, die Streichungen nicht nur zurückzunehmen, sondern sogar noch mehr zu investieren.“
Für den BVIB ist klar: Qualifikationsgerechte Integration ist eine zentrale Investition in Fachkräftegewinnung und gesellschaftliche Teilhabe.
Weitere Informationen unter Studie zur Arbeitsmarktintegration
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